Timm United

"Sei du selbst, egal was kommt. Lege so auf, wie dir das gefĂ€llt. Spiele die Tracks, die dir gefallen und die du fĂŒhlst. Sei einzigartig."

Timm United

Tim, du bist jetzt seit mehr als 15 Jahren DJ, erzĂ€hlst du uns mehr ĂŒber dich und wie alles angefangen hat?
Nun ja, ich war schon immer selbst TĂ€nzer und darstellender Typ – schon von klein auf. FrĂŒher war ich immer der Mittelpunkt auf jeder TanzflĂ€che und habe meine verrĂŒckten und hochenergetischen Dance-Moves zur Schau gestellt. Ich bin stĂ€ndig zum DJ gerannt und habe ihm gesagt, was er spielen muss, um die Stimmung hochzuhalten. Irgendwann habe ich selbst mit dem Auflegen angefangen, da ich immer wusste, wie man die Menge in Gang hĂ€lt. Also habe ich mit kleinen Parties und Sportveranstaltungen und Ă€hnlichem angefangen. FĂŒr mich ging es – bis zum heutigen Tag – immer um den wahren Kern der Tanzmusik und darum, diese erhebenden, magischen Tracks zu finden und zu schaffen. Solche, die dich bewegen und die Energie fĂŒhlen lassen.

Du bist außerdem Musiker, welche Instrumente spielst du selbst und wie hilft und inspiriert dich das bei deiner DJ-Performance?
Ich spiele schon lange Piano und habe auch als Kind und Teenager Stunden bekommen. Ich habe außerdem mit dem Schlagzeugspielen angefangen und obwohl das nur hobbymĂ€ĂŸig war, konnte ich tatsĂ€chlich zwei Live-Gigs als Drummer von Jean-Michel Jarre spielen. Einer in Antwerpen und einer in Cannes. Das war ziemlich cool. Heutzutage nutze ich im Studio vor allem das Piano, wenn ich neue Tracks produziere. NatĂŒrlich spiele ich auch einige Noten, wenn ich Lounge- oder Funky House-Musik spiele. Außerdem einige Elektro-Percussions bei Latin oder elektronischer Tanzmusik. Ich finde, es macht die eigene Performance ein bisschen natĂŒrlicher und interessanter, wenn man die Dinge ein wenig wĂŒrzt. Und es hĂ€lt mich beschĂ€ftigt.

Was sind deine Lieblings-Spots in den Niederlanden und/oder dort, wo du schon einmal warst:
Es gibt hier drĂŒben einige coole Beach-Clubs. Ich mag beispielsweise Woodstock in Bloemendaal fĂŒr seine entspannte und einladende AtmosphĂ€re. Die schmeißen dort wirklich gute Techno-Parties. Amsterdam als alljĂ€hrlicher Gastgeber des Amsterdam Dance Event (ADE) hat wirklich viele großartige Spots. Und in den Niederlanden gibt es jedes Jahr beinahe 1000 Festivals. Im Sommer kann man buchstĂ€blich jeden Tag auf ein anderes Festival gehen. Das ist also ziemlich viel fĂŒr so ein kleines Land. Und natĂŒrlich ist Ibiza immer noch fantastisch. Die haben dort eine großartige Mischung aus stylischer Clubkultur und entspannter Hippie-Stimmung.

Was war bisher deine beste DJ-Erfahrung und warum?
Ich habe am Königinnentag (heute: Königstag) am Fuße des Dom-Turms in Utrecht gespielt. Das liegt im Herzen einer der zentralsten StĂ€dte in Holland. Es war eine riesige Menschenmenge und großartige AtmosphĂ€re, die Menschen haben wie verrĂŒckt gefeiert. An diesem Tag habe ich ĂŒbrigens ein Deck mit vier Sets auf einem Paar Hercules RMX2 gespielt. Ein anderer wirklich cooler Gig war in den 3FM-Studios, einem niederlĂ€ndischen landesweiten Radiosender. Ich habe die ganze Nacht aufgelegt zwischen Interviews und irgendwelchen Rappern. Das war auch im nationalen Fernsehen, das war insgesamt auch eine tolle Erfahrung.

Wenn du eines aussuchen mĂŒsstest:

Welche KĂŒnstler haben deine Leidenschaft angetrieben?
TatsÀchlich sehr viele. Ich mag ein breites Spektrum von Stilen, also solche Namen wie Dave Clarke, DJ Sneak, DJ Spen, Mastiksoul, Gregor Salto, Chocolate Puma, Daft Punk. Etwas aktueller noch Pharrell, Lost Frequencies, Gualtiero, Wiwek und noch ein paar. Ich kann von Disco-Tracks oder sogar von Umgebungs- oder klassischer Musik inspiriert werden, wenn die Stimmung passt.

Was hÀttest du gerne schon gewusst, als du deine Karriere als professioneller DJ begonnen hast?
Ich wĂŒnschte, ich hĂ€tte damals gewusst, dass man mit seinem persönlichen Song in diese Welt kommt, mit eigenen Begabungen und GefĂŒhlen. Und dass man Dinge wirklich nicht nur fĂŒr die Anerkennung oder den Geschmack anderer Menschen machen, sondern man seinem eigenen BauchgefĂŒhl vertrauen sollte. Immer.

Wenn du mit einem KĂŒnstler (lebendig oder tot) auf der BĂŒhne stehen/zusammenarbeiten könntest, wer wĂ€re das?
Eine Platte mit Snoop Dogg aufnehmen, wÀre toll. Oder einen melodischen Funky-House-Track mit Michael Jackson, das wÀre fantastisch!

Was sind deine wichtigsten Tipps und Trick fĂŒr alle, die mit dem Auflegen anfangen wollen?
Wie ich schon sagte: sei du selbst, egal was kommt. Lege so auf, wie dir das gefĂ€llt. Spiele die Tracks, die du magst und fĂŒhlst. Sei einzigartig. Sei echt. Sei du selbst! Und arbeite natĂŒrlich nur mit dem Equipment, das dir selbst gefĂ€llt. Ich selbst lege jetzt seit beinahe zehn Jahren mit AusrĂŒstung von Hercules auf. Warum? Weil ich finde, dass sie kompakt, verlĂ€sslich und auf eine gewisse Weise besonders ist. Sie verfĂŒgt ĂŒber Funktionen, die mir mehr KreativitĂ€t auf der BĂŒhne erlauben. Und wenn man Spaß hat, strahlt man das auch an die Menge aus.

Letzte Frage: hast du irgendwelche coolen Projekte fĂŒr die Zukunft geplant?
Ich habe ein cooles internationales Event fĂŒr Sony geplant und ich werde mein Timm United DJ-Image im Online-Bereich diesen Sommer re-branden. Das geht mithilfe eines sehr begabten Menschen in diesem Bereich, Sagar Pargas. Und natĂŒrlich werde ich in diesen Monaten jede Menge Tracks fĂŒr meine drei zentralen Konzepte und Stile produzieren: World Chill-Out, Real House und Festive Mashup. Außerdem werde ich ein altes Techno-Projekt rebooten, also bin ich sicher viel beschĂ€ftigt.

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"Und wenn man Spaß hat, strahlt man das auch an die Menge aus."

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